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Chronik der Stadt - Teil 2

 

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Bergstadt > Geschichtliches > Chronik 2

Kurze Chronik der Bergstadt Schneeberg

 

1840

 

Erste Straßenbeleuchtung in Schneeberg (Öllaternen).

 

 

 

1841

 

Neustädtel hat erstmals einen Bürgermeister. Unter Johann Friedrich Müller erhält die Stadt ein Rathaus (1844), eine Straßenbeleuchtung mit 4 Laternen (1845), eine Sparkasse (1847) und hat damit den Nachbarorten einiges voraus.

 

 

 

1846

 

Gründung des Zeitungsverlages mit Druckerei C.M. Gärtner in der Hartensteiner Straße.

 

 

 

1847

 

Der „Erzgebirgische Volksfreund“ erscheint.

 

 

Gründung einer Puppenfabrik am Zobelplatz, 1881 Umzug ins alte Bergmagazin.

 

 

 

1848

 

Die Turnerkompanie der Communalgarde verhindert durch ihren Einsatz bei einem Stadtbrand in Lößnitz das Übergreifen der Flammen auf die Kirche und den oberen Stadtteil.

 

 

 

1849

 

Bürgerlich-demokratische Revolution: Unter Führung von Kirbach und Dietz nimmt eine Schneeberger Freischar in Stärke von etwa 60 Mann am Aufstand in Dresden teil. Gottlieb Heinrich Dietz wird im selben Jahr in Mannheim hingerichtet.

 

 

Durch Brandstiftung, von einem Häftling verursacht, wird das Rathaus zerstört.

 

 

 

1851

 

Das Martinsstift wird gegründet, eine Kleinkinderbewahranstalt.

 

 

 

1851-1852

 

Wiederaufbau des Rathauses in der heutigen äußeren Form. Im ersten Stock ist die Stadtverwaltung, im zweiten sind das Amtsgericht mit Verhandlungssaal, Wohnungen für Gerichtsinspektor und Hausmeister sowie Gefängnisse untergebracht. Das gusseiserne Stadtwappen (Fa. Lattermann, Morgenröthe) wird 1852 an der Turmvorderseite angebracht.

 

 

 

1856

 

Einweihung des Neustädtler Schulgebäudes.

 

 

Das Bergamt wird nach Schwarzenberg verlegt.

 

 

 

1857

 

Einrichtung einer Telegraphenstation im ehemaligen Bergamt.

 

 

 

1859

 

Bau der Eisenbahnzweiglinie Niederschlema-Oberschlema-Schneeberg.

 

 

 

1860

 

Gründung der Schmalfußschen Holzspielwarenfabrik am Drachenkopf.

 

 

Gründung der Freiwilligen Turnerfeuerwehr.

 

 

 

1861

 

Christian Friedrich Brendel, Neustädtels größter Sohn, stirbt in Freiberg. Er arbeitete sich vom Bergjungen zum Bergrat und Maschinendirektor des sächsischen Bergbaus empor.

 

 

 

1863

 

Mühlberg wird nach Neustädtel eingemeindet.

 

 

1866 Bau der Gasanstalt durch die Fa. Wilhelm Nolte, Berlin. Die Straßenbeleuchtung erfolgt jetzt mit 52 Gaslaternen.

 

 

 

1867

 

Inbetriebnahme der ersten Hochdruckwasserleitung.

 

 

 

1868

 

Gründung des Schmirgelwerkes und der Nähmaschinenmöbelfabrik in Neustädtel.

 

 

 

1870

 

Gründung der städtischen Realschule

 

 

Die ersten Handstrickmaschinen werden aufgestellt.

 

 

 

1872

 

Eröffnung des Lehrerseminars in einem alten Lagerhaus.

 

 

 

1874

 

Fertigstellung des Seminargebäudes für das Kgl. Sächsische Lehrerseminar (heute Johann - Gottfried - Herder - Gymnasium), damals das schönste Schulgebäude in Sachsen (Erweiterung (1898-1900).

 

 

Wilhelm Liebknecht spricht auf einem Arbeiterfest im Gartenlokal „Grüne Laube“.

 

 

 

1876

 

Gründung einer kaufmännischen Fortbildungsschule.

 

 

 

1877

 

Die Schneeberger Garnison wird nach Chemnitz verlegt.

 

 

 

1878

 

Dr. Johann August Köhler, Pädagoge am Königlichen Lehrerseminar zu Schneeberg, gründet in Aue den Erzgebirgsverein. Gründung der Königlichen Spitzenklöppelmusterschule.

 

 

 

1880

 

Bildung der 1. Freiwilligen Feuerwehr.

 

 

 

1881

 

Gründung der Königlichen Gewerbezeichenschule.

 

 

 

1884

 

Gründung des Glückauf-Vereins durch die Brüder Bruno und Alfred Dost. Ziel des Vereins ist es, das bergmännische Liedgut des Schneeberger Reviers vor der Vergessenheit zu bewahren.

 

 

 

1888

 

Eröffnung des Gymnasiums.

 

 

 

1889

 

Gründung des Bergvereins. Er hat sich die Ausrichtung von Ausstellungen und die Schaffung eines Großweihnachtsberges zum Ziel gestellt.

 

 

 

1908

 

Gründung der Schnitzvereinigung „Glückauf“ in Neustädtel.

 

 

 

1910

 

Das Amtsgericht bezieht ein eigenes Gebäude.

 

 

Elektrische Beleuchtung (1901 war das Legen von Stromleitungen durch die Gaswerksgesellschaft verhindert worden).

 

 

 

1911

 

27 Prozent aller Arbeiter sind in der Handstickerei beschäftigt. Dieser Industriezweig ging während des ersten Weltkrieges ein.

 

 

 

1911-1912

 

Das Rathaus wird im Innern umgebaut. Die Stuck- und Kassettendecke (Jugendstil), die bleiverglasten farbigen Fenster und der Kälberbrunnen werden eingefügt. Das Bauvorhaben wird vor allem durch Spenden von Bürgern ermöglicht (40 000 Mark).

 

 

Über dem Portal entsteht das Sandsteinrelief der Romner-Sage (vom Fündigwerden Schneebergs). Unter anderem entstehen folgende Räumlichkeiten: Ratskeller, Ratssitzungssaal, Bürgermeisterzimmer, Stadtverordnetensaal.

 

 

 

1912

 

Die kaufmännische Fortbildungsschule, jetzt unter der Bezeichnung Handelsschule, bezieht in der Ringstraße ein neues Gebäude.

 

 

 

1914

 

„Königliche Zeichenschule für Textilindustrie und Gewerbe“ (neue Bezeichnung seit 1907) und „Königliche Spitzenklöppelmusterschule“ beziehen einen Neubau (heute Teil des Gymnasiums, neben dem Amtsgericht).

 

 

 

1920

 

Die städtische Schnitzschule Neustädtel (die älteste des Erzgebirges) wird gegründet.

 

 

 

1922-1924

 

Die Motorradwerke Schneeberg (Albert) produzieren Motorräder mit Zweitaktmotor.

 

 

 

1923

 

Erste Ausstellung von Altertümern.

 

 

 

1929

 

Im Hintergebäude des „Sächsischen Hauses“ wird ein Heimatmuseum eröffnet. Kernstück der Schau ist der große Schneeberger Heimatberg.

 

 

Weihe des Ehrenmales im Stadtpark - Material: Hartheimer Muschelkalk, Entwurf: Prof. Albinmüller, Darmstadt

 

 

 

1934

 

Das Museum für bergmännische Volkskunst Schneeberg erhält seinen Standort im "Bortenreuther-Haus".

 

 

 

1935

 

Der Bergmannsbrunnen „Neuer Anbruch“ wird eingeweiht.

 

 

 

1939

 

Die Stadt Neustädtel wird eingemeindet.

 

 

Auflösung der Zeichenschule. Namensänderung der Spitzenklöppel - Musterschule in „Barbara - Uttmann - Schule“, Staatliche Berufsfachschule für Klöppelspitzen Schneeberg“.

 

 

 

1940

 

Der Fabrikant Fritz Fritzsch schenkt der Stadt den Silberschatz der Privaten Schützengesellschaft.

 

 

 

1945

 

Am 19. April werden bei einem Angriff amerikanischer Tiefflieger 15 Menschen getötet, 18 Wohn- und Geschäftshäuser (darunter das „Fürstenhaus“) und die St. Wolfgangskirche zerstört. Durch das entschlossene Handeln Schneeberger Bürger können die Tafeln des Cranach-Altars aus der brennenden Kirche gerettet werden.

 

 

 

1951

 

Baubeginn der „Siedlung“ (später „Siedlung des Friedens“ genannt).

 

 

 

1952

 

Bildung des Stadtkreises Schneeberg (Schneeberg, Ober- und Niederschlema, Griesbach, Lindenau).

 

 

Nach Senkung der Gleisanlagen durch den Wismut-Bergbau in Oberschlema wird der Personenverkehr der Deutschen Reichsbahn auf der Strecke Oberschlema-Schneeberg eingestellt.

 

 

 

1953

 

Die Sternwarte wird fertiggestellt.

 

 

Der Wiederaufbau des Kirchturms von St. Wolfgang ist abgeschlossen.

 

 

 

1957

 

Der Wiederaufbau von Fürstenhaus und Graslaub - Haus ist abgeschlossen.

 

 

 

1958

 

Auflösung des Stadtkreises Schneeberg.

 

 

Die Eindeckungsarbeiten an der St. Wolfgangskirche werden beendet.

 

 

 

1963

 

Erstmals wird in Schneeberg das "Lichtelfest" gefeiert, das alljährlich am 2. Adventswochenende tausende Besucher aus nah und fern anzieht.

 

 

 

1965

 

Der Heimatforscher Artur Günther wird Ehrenbürger.

 

 

 

1968

 

Grundsteinlegung für das Elektromotorenwerk.

 

 

 

1971

 

500-Jahr-Feier.

 

 

 

1976

 

Das Kleinplanetarium wird seiner Bestimmung übergeben.

 

 

 

1981

 

Dem langjährigen Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Neustädtel, Karl Schreiter, wird die Ehrenbürgerschaft verliehen.

 

 

 

1985

 

Werner Kempf, der Maler, Mundartdichter und Autor wird Ehrenbürger.

 

 

 

1990

 

Nach der Wende wird die CDU bei den Kommunalwahlen stärkste Partei. Städtepartnerschaft mit Herten (NRW).

 

 

 

1991

 

Prof. Dr. Dr. h.c. Gerhard Heilfurth wird Ehrenbürger.

 

 

Mit den Erschließungsarbeiten für das Gewerbegebiet wird begonnen.

 

 

 

1992

 

Walter Rau wird die Ehrenbürgerschaft verliehen.

 

 

 

1995

 

Nach umfangreicher Rekonstruktion und Neubau des Saales wird das Kulturzentrum "Goldne Sonne" eröffnet.

 

 

Fertigstellung der letzten Säule im Kirchenschiff von St. Wolfgang.

 

 

Das Technische Museum „Siebenschlehener Pochwerk“ wird teileröffnet.

 

 

 

1996

 

Schneeberg richtet den 8. Deutschen Bergmannstag aus (Eine Bergparade mit 4000 Teilnehmern ist der Höhepunkt der Feierlichkeiten.) und feiert gleichzeitig 525. Stadtjubiläum. Der restaurierte Flügelaltar von Lucas Cranach erhält wieder seinen Platz in der St. Wolfgangskirche. Städtepartnerschaft mit dem ungarischen Veresegyház.

 

 

 

1998

 

Weihe der neuen Jehmlich-Großorgel in St. Wolfgang.

 

 

 

1999

 

Eingemeindung von Lindenau als neuer Ortsteil von Schneeberg.

 

 

Die Sternwarte erhält den Namen Zeiss-Planetarium.

 

 

Die Fundgrube „Weißer Hirsch“ in Schneeberg-Neustädtel ist als Besucherbergwerk der Öffentlichkeit zugänglich.

 

 

 

2000

 

Die neue Straßenbrücke als Teil der Ortsumgehung B 93 erhält den Namen „Werner-Kempf-Brücke“. 

 

 

 

2001

 

26. 01. 2001 Einweihung des Neubaus der Pestalozzi-Turnhalle, 25. 05. 2001 Einweihung der Teilortsumgehung B 93, 06. 06. 2001 Frieder Stimpel wird erneut zum Bürgermeister gewählt

 

 

 

2002

 

12. und 13. 08. 2002 Hochwasserkatastrophe in Schneeberg - Griesbach und Knappschaftsbach überfluten Straßen und Keller, Forstteich, Meyer-Teich und Pochwerksteich laufen über die Dammkronen, beim Pochwerksteich droht ein Dammbruch, ca. 150 Menschen im Bereich Knappschaftsbach / Stiftstraße werden vorsorglich am Abend evakuiert. Der Hanggraben bricht und überflutet die Kreuzung B 169 / Auer Straße. Die Fernverkehrsstraße in diesem Bereich ist 14 Tage nicht befahrbar. Es entsteht ein Schaden von mehr als 4 Mio. EUR in Schneeberg.

 

 

21. 10. 2002 Werner Unger wird das Ehrenbürgerrecht der Bergstadt Schneeberg verliehen.

 

 

 

2006

 

22. 07. 2006 Einweihung Veit Hans Schnorr v. Carolsfeld Glockenspiels aus Meißner Porzellan, 10. 11. 2006 Neugestaltung des Fürstenplatzes abgeschlossen.

 

 

 

2007

 

Im April findet in Schneeberg der 25. Klöppelspitzen-Kongress des Deutschen Klöppelverbandes e.V. statt.

 

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