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Historische Darstellung - Bergmann bei der Arbeit

 

 

 

Bergbau > Geschichtliches > Sagen

Sagen und Geschichten

 

Durch den Aberglauben entstanden und verbreiteten sich unter den Bergleuten viele Sagen, die vom Finderglück, dem Berggeist, den Venetianern und verschiedenen Begebenheiten, wie Unglücken, berichteten. Zum Teil haben diese sogar eine wahre Begebenheit als Hintergrund, die dann von den Bergleuten zur Sage verändert wurde.

Der Berggeist in der Grube Siebenschlehen

Eines Jahres fuhr am 24. Dezember ein Bergmann nach Verrichtung seines Gebets in der Grube Siebenschlehen an. Rüstig ging er an seine Arbeit. Gegen Mitternacht ließen sich in der Ferne Schritte vernehmen. Der Bergmann glaubte, einer seiner Gesellen komme, um ihn abzulösen. Doch als die Schritte näher kamen, erblickte er einen Mann, der an der Brust eine goldig funkelnde Blende mit einer Kerze darinnen trug. Seine Kleidung war bis auf die weißen Strümpfe dunkel. An den Füßen hatte er glänzend schwarze Schuhe, und der Kopf war mit einem Hute, ähnlich den Napoleonshüten, bedeckt.

Das Gesicht konnte der Bergmann vor lauter Glanz nicht sehen, lediglich, dass ein großer silberweißer Bart bis zur Brust hernieder hing. Die Erscheinung blieb vor dem Bergmanne stehen, sagte jedoch nichts. Sie leuchtete ihn aber an und kehrte auf demselben Wege wieder zurück. Als der Bergmann am anderen Morgen von dieser Begegnung erzählte, sagten ihm die anderen, dass dies der Berggeist gewesen sei.

In demselben Schacht arbeitete am nächsten Karfreitag ein anderer Bergmann. Derselbe hörte in seiner Nähe ein unaufhörliches Hämmern und Sägen, obwohl er wusste, dass keine Zimmerlinge da waren. Beim Ausfahren zeigte er dies dem Steiger an, der sogleich einfuhr und ebenfalls die Töne hörte. Daraufhin ließ er die Stelle mit Brettern verschlagen. Nach wenigen Tagen war der Steiger jedoch tot.

 

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