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Bergbau > Begriffe > Zinnseifen

Das Seifen von Zinn

 

Zinnseifen sind sekundäre Zinnlagerstätten, die sich in Tälern durch Verwitterung von sogenannten Zwittergängen und - stöcken gebildet haben. Erstmals wurde das Seifen von Zinn am Filzbach 1394 erwähnt. Raithalden sind die noch sichtbaren Überreste. Dieser Bergbau beeinflusste die Entwicklung Neustädtels vom Dorf zur Stadt.

 

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Während die germanische Besiedelung des westlichen Erzgebirges, Deutschland, im 12. Jahrhundert durch Bauern aus Franken, der Main-Gegend, Oberfranken und Thüringen erfolgte (SCHRAMM, 2006), wurde das eigentliche Waldgebiet durch Bergleute aus dem Fichtelgebirge aufgeschlossen, die die Zinnseifen der heutigen Ortschaften Neustädtel, Zschorlau, Sosa, Bockau bis nach Eibenstock (Auersberg), und Gottesgab (Fichtelberg), Seiffen, Platten, Bärringen, Hirschenstand, Neuhammer und Neudeck abbauten. Sand- und Kiesablagerungen der Flüsse oder ehemaligen Flussläufe enthielten fein verteilten Zinnstein, selten Kristalle (sog. Zinngraupen). Nach aufwändigem Auswaschen des Zinnsteins aus diesen Ablagerungen erfolgte eine Anreicherung des Zinnsteins in einem Luterhobel. In diesem „Schwerekonzentrat“ fanden sich neben Zinnstein auch Schörl, Wolframit, Granat und als große Seltenheit Gold in feinen Schuppen (vgl. dazu SCHRAMM, 2006; Erzgebirgisches Sonntagsblatt, 1929).

 

Auszug aus - MITT.ÖSTERR.MINER.GES. 152 (2006) - ÜBER DIE ETYMOLOGIE UND DIE TYPLOKALITÄTEN DES MINERALS SCHÖRL von Andreas Ertl - Institut für Mineralogie und Kristallographie, Universität Wien, Geozentrum, Althanstrasse 14, A-1090 Wien, Austria

 

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Weitere Erklärung:

www.westerzgebirge.com

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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