Bergstadt Schneeberg
 
Südschleife
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Forstteich ( Eingang ) - Feldweg am Forstteichdamm - Feldwege durch das Wassereinzugsgebiet des Forstteiches - Salzstraße - Waldschänke - Lichtenauer Flügel - Feld- und Waldweg durch Dreihäuser und um den Sandberg -Überquerung Danieler Weg - Feldweg zur Schulstraße - Schulstraße - Dorfstraße - Alte Dorfstraße - Feldweg zurück zum Forstteich

Beschreibung:
Ausgangspunkt der Wanderung ist der Eingang zum Forstteich. Der Forstteich ist der größte der im 16. Jahrhundert für den Bergbau im Schneeberg - Neustädtler Revier angelegten drei Georgenteiche, die Pochwerke und Gruben im Revier mit Wasser versorgten.

Heute ist der Forstteich ein beliebter Badesee mit einem über die Landesgrenzen hinaus bekannten, internationalen Campingplatz. Der Feldweg unterhalb des Forstteichdammes führt uns um den Teich herum in sein Wassereinzugsgebiet. Hier gibt es außer dem Forstteichzufluß noch mehrere kleine Teiche, die als Biotop neu angelegt wurden. Parallel zum Bach führt nun der Weg durch Wiesen und Felder leicht bergan.
Schon von weitem leuchtet uns der weiße Giebel der "Waldschänke" entgegen und lädt zur Rast ein. 1863 wurde das Haus als Schankwirtschaft an der alten Salzstraße gebaut. Die "Waldschänke" zieht mit gemütlichen Gasträumen, der Terrasse und der deftigen, gutbürgerlichen Küche viele Gäste aus nah und fern an.

Sie ist täglich geöffnet und hat Mittagstisch.
Montag - Freitag 11.00 - 14.00 Uhr und 17.00 - 23.00 Uhr, Samstag von 11.00 - 01.00 Uhr und Sonntag von 11.00 - 20.00 Uhr.
Wir gehen nun weiter auf der Straße in Richtung Wald. Unmittelbar am Waldrand biegen wir nach links auf den Feldweg zu den “Dreihäuser” ab, diese sind idyllisch gelegene, gepflegte bäuerlichen Anwesen . Ein Waldweg führt uns dann, an einem Rastplatz vorbei, auf den blau markierten Fernwanderweg Ostsee - Saaletalsperren. Hier besteht die Möglichkeit, den ca. 1 km entfernten Filzteich zu erreichen. Der Filzteich ist im 15.Jahrhundert als Betriebswasserreservoir des Schneeberg-Neustädtler Bergbaues angelegt worden und ist heute ein weithin bekanntes und beliebtes Strandbad.
Auch eine Einkehrmöglichkeit ist ca. 100 m in Richtung Filzteich rechterhand vorhanden, die Gaststätte "Jägerheim". Sie hat Dienstag bis Freitag von 18.00 - 24.00 Uhr und am Wochenende von 15.00 - 24.00 Uhr geöffnet.

Wenn wir den ausgeschilderten Rundwanderweg (Teilstück Fernwanderweg) weiter gehen, treffen wir auf den Höhenweg von Lindenau nach Wolfgangmaßen. Hier empfiehlt es sich, den Wanderweg kurz zu verlassen und die Halde der Fundgrube Daniel zu besteigen. Von diesem Aussichtspunkt aus bietet sich dem Wanderer ein wunderschöner Blick auf die Bergstadt Schneeberg und ihre Ortsteile Siedlung des Friedens und Neustädtel, den Keilberg links und rechts den Gleesberg. Im Vordergrund sieht man die Schneeberg - Neustädtler Bergbaulandschaft. Am Horizont reicht der Blick über den Sendemast bei Geyer bis zum Spiegelwaldturm oberhalb von Bernsbach.

Blick auf "Lindenau" - Nachdem wir den Ausblick bewundert haben, setzen wir unsere Wanderung in Richtung Lindenau fort und kommen zu einem Rastplatz. Vor uns liegt nun in Wiesen, Feldern und Wäldern eingegebettet, der Schneeberger Ortsteil Lindenau.

Die Besiedlung Lindenaus begann Ende des 12. Jahrhunderts. Landarme Bauern drangen in den menschenleeren, herrenlosen Urwald des Erzgebirges vor und ließen sich auf der lindenumstandenen Aue (Lindenawe) am Bach nieder. Alte Flurnamen und die Bauweise der Bauernhäuser deuten darauf hin, dass fränkische Bauern die Urväter von Lindenau waren.
Schwer mußten die Waldbauern roden und werken, um dem Boden das tägliche Brot abzuringen. Anfang des 14. Jahrhunderts wurde südlich und westlich von Lindenau Zinn entdeckt. Im Tagebau, in sogenannten Seiffen, wurde es aus erzhaltigen Sandschichten herausgewaschen. Das brachte den Bauern einen kargen Nebenverdienst und war Grundlage für viele Gerätschaften im bäuerlichen Haushalt.

Im 15. Jahrhundert wurde die geruhsame dörfliche Entwicklung durch das "Berggeschrey" auf dem nahen Schneeberg gestört. Silber wurde gefunden, eine Stadt voll Unruhe und Abenteuer wuchs empor. Auf Äckern und Wiesen wurde gegraben, es entstanden Schurfe und Halden. Die friedliche Stille war dahin. Der Bergbau hat in den folgenden Jahrhunderten auch Lindenau geprägt, es hat jedoch immer seinen bäuerlichen Charakter behalten.

Heute ist Lindenau ein Ortsteil von Schneeberg mit ca. 800 Einwohner. Sieben Bauern betreiben noch die Landwirtschaft im Haupt- und Nebenerwerb. Stolz sind die Lindenauer, daß die 1996 gekrönte sächsische Erntekönigin aus einem Familienbetrieb ihres Ortes stammt.
Unser Weg führt nun hinein in den reizvollen Ort. Durch Bauerngüter, die Dorfstraße entlang, vorbei an liebevoll angerichteten Häusern und gepflegten Gärten, kommen wir über einen Wiesenweg, wieder zurück zu unserem Ausgangspunkt, dem Forstteich.
In der "Forstteichschänke" im Forstteichgelände hat man noch eine Möglichkeit zur Einkehr. Hier kann man die Wanderung in gemütlicher Atmosphäre ausklingen lassen.

Die "Forstteichschänke" ist von Mitte Mai bis Mitte September an Wochentagen von 17.00 - 21.00 Uhr geöffnet und Samstag und Sonntag von 11.30 bis 21.00 Uhr (Mittagstisch). Im Winterhalbjahr ist Montag und Dienstag Ruhetag.
 
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