Bergstadt Schneeberg
 
Nordschleife
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Forstteich ( Eingang ) - Stockteich - Waldweg in Richtung - Sportplatz - Am Sportplatz - Rastplatz - Wochenendhäuser - Feldweg zum Lindenauer Bach - Waldweg am Lindenauer Bach - Halde am Knappschaftsteich - Knappschaftsteich - Pochwerk - Forststraße - Fundgrube Gesellschaft - Fundgrube Michaelismaßen - Waldweg zur Höhe 517 m - Feldweg zum Rautenkranz - Am Rautenkranz - Dorfstraße - Alte Dorfstraße - Feldweg zurück zum Forstteich.

Beschreibung:
Der zweite Rundweg der "Lindenauer Acht" führt an der Zufahrtsstraße zum Forstteich hinunter, am Stockteich entlang zum großen Parkplatz.

Der Stockteich ist der älteste der Lindenauer Teiche. Sein Wasser trieb das mächtige Rad der Stockmühle, die sich auf dem Gelände des heutigen Sägewerkes Hunger befand. Die Mühle versorgte in alter Zeit die Griesbacher und Lindenauer Bauern mit Mehl und wurde später eine Schneide- und Lohnmühle. Am Lindenauer Bach gab es noch vier weitere Mühlen. Heute existiert nur noch die Meyermühle am Unteren Lindenauer Teich (gen. MeyerTeich) als Sägewerk. Leider ist es im Jahr 2000 zum großen Teil Opfer eines Brandes geworden.

Vor dem Parkplatz an der Straße von Lindenau zur Goldenen Höhe (B 93) wechseln wir die Straßenseite und biegen auf den gelb markierten Waldweg in Richtung Neustädtel ab. Wenn man den Wald verlassen hat, kommt man auf einer Anhöhe zu einem Rastplatz.

Hier hat man einen sehr schönen Blick auf den Ortsteil Neustädtel, den Gleesberg und natürlich auf Lindenau.

Nun führt uns der Weg durch eine Bungalowsiedlung hinunter zum Lindenauer Bach.
Durch den romantischen Lindenauer Grund, vorbei an einer bizarren Felsgruppe, geht es weiter.
Am Unteren Lindenauer Teich vorbei, kommen wir hinein ins Schneeberg - Neustädtler Bergbaugebiet. Bevor wir zum Knappschaftsteich (genannt Neuer Teich) hinunterwandern, genießen wir den Blick auf Neustädtel. Unser Blick geht links über das wieder urbargemachte Haldengelände des ehemaligen Wismutschachtes 130, hinab zum Teich und nach rechts über die Bergbaulandschaft Schneeberg - Neustädtel.

Der Knappschaftsteich ist ebenfalls eine bergbauliche Anlage. Er wurde im 17. Jahrhundert erbaut und versorgte die Gruben und Pochwerke unterhalb des Siebenschlehener Pochwerkes mit Betriebswasser. Heute ist der Knappschaftsteich ein Angelgewässer.

Unsere Wanderung führt uns vorbei am Standort der St. Georgenhütte, einer alten Silberhütte aus dem 15. Jahrhundert, zum Siebenschlehener Pochwerk.

Das Siebenschlehener Pochwerk ist eine alte Kobaltaufbereitungsanlage. Es ist heute ein technisches Denkmal und gehörte zur 1495 erstmals erwähnten Fundgrube Siebenschlehen.

Mittelpunkt des Gebäudekomplexes ist das eigentliche Pochwerksgebäude. Es wurde 1753 erbaut. Hier wurde mit Hilfe schwerer hölzerner Pochstempel das geförderte Erz zerkleinert und aufbereitet.

Führungen durch die Pochwerksanlage sind täglich möglich, jedoch ist eine vorherige Anmeldung wegen technischer Vorbereitungen erwünscht. (Tel. 03772/22636)

Am Pochwerk vorbei geht es jetzt in Richtung Lindenau. Wir befinden uns nun auf einem Teilstück des Schneeberg - Neustädtler Bergbaulehrpfades. Links sieht man die große Halde und die Wasserabzugsrösche der Fundgrube Gesellschaft, auf der rechten Seite zeigt uns eine Hinweistafel den Standort des ehemaligen Gesellschafter Pochwerkes.

Zur Blütezeit des Bergbaues soll es am Lindenauer Bach 9 Pochwerke gegeben haben, die mit der Aufbereitung des in den umliegenden Gruben geförderten Erzes beschäftigt waren.

Am Ortseingangsschild von Lindenau verlassen wir die Lindenauer Straße und gehen links bergan zur Fundgrube Gesellschaft. Das ehemalige Huthaus der Fundgrube, ein imposanter Fachwerkbau, wurde äußerlich nach denkmalspflegerischen Gesichtspunkten rekonstruiert und ist seit dem ein Freizeit- und Jugendzentrum in Tägerschaft des CVJM.

Ein Wegweiser verleitet uns, einen Rundgang über die Halde der Fundgrube Gesellschaft zu unternehmen und uns an dem schönen Blick über den Knappschaftsteich, das Siebenschlehener Pochwerk und den Ortsteil Neustädtel zu erfreuen.
Vorbei an den ehemaligen Huthäusern der Fundgruben Gebhardt und Michaelismaßen setzen wir unsere Wanderung in Richtung Lindenau fort.

Linkerhand sehen wir noch einen Pulverturm. Im Pulverturm befand sich in früheren Zeiten das Sprengstofflager für mehrere Gruben.

Der Weg führt uns nun durch einen Mischwald, dann am Waldrand entlang. Vor uns liegt wieder, lieblich in Wälder, Wiesen und Felder eingebettet, Lindenau. Auf dem Wirtschaftsweg wandern wir weiter durch das Wohngebiet Rautenkranz hinunter zur Dorfstraße.

Mit seinen schmucken Einfamilienhäuschen fügt sich das in den letzten Jahren neu entstandene Wohngebiet gut in das Lindenauer Ortsbild ein. Über die Kreuzung, die alte Dorfstraße und über einen Wiesenweg erreichen wir wieder unseren Ausgangspunkt, den Forstteich.
Auch nach dieser Rundwanderung kann man natürlich in der Forstteichschänke einkehren.
 
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