Bergstadt Schneeberg
 
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UNESCO-Welterbeantrag
Die Montane Kulturlandschaft Erzgebirge/Krušnohorí auf dem Weg zum UNESCO-Welterbe
 
Historische Altstadt Schneeberg

Über 800 Jahre Bergbau haben die Entwicklung des Erzgebirges beiderseits der deutsch-tschechischen Grenze geprägt und eine bedeutende montane Kulturlandschaft hervorgebracht.
Beindruckend sind die Vielfalt der abgebauten und verarbeiteten Erze sowie die große Bandbreite an montanen, industriellen und kulturellen Sachzeugen.
Gleichermaßen sind Brauchtum, Tradition und Kunsthandwerk vom Montanwesen geprägt.

Diese Kulturlandschaft ist damit in ihrer Gesamtheit einzigartig. Die Unversehrtheit und historische Echtheit der erhaltenen montanen Sachzeugen ist ein wesentliches Kriterium für die Anerkennung des außergewöhnlichen universellen Wertes für das Erbe der Menschheit.
Um die „Montane Kulturlandschaft Erzgebirge/Krušnohoří“ umfassend zu repräsentieren, wurden aus der Vielfalt der historischen Sachzeugen 85 Bestandteile ausgewählt. Maßgebend für die Auswahl war die umfassende Abbildung aller wichtigen Merkmale der montanen Kulturlandschaft.

Schneeberg


Eine der bedeutendsten Bergstädte des Erzgebirges ist neben Freiberg, Annaberg-Buchholz und Marienberg die Bergstadt Schneeberg.
Nach den spektakulären Silberanbrüchen in der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts erlangte der Bergbau auf Kobalt weltweite Bedeutung und stellt ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal dar.
Das historische Bergbaugebiet Schneeberg ist ein wesentlicher Bestandteil des seriellen Gutes des Welterbantrages und beinhaltet folgende Elemente:
- die Historische Altstadt von Schneeberg
- die Fundgrube Weißer Hirsch
- die Montanlandschaft Schneeberg mit dem Siebenschlehener Pochwerk, der Silber-
   Schmelzhütte St. Georgen, der Fundgrube Gesellschaft, der Fundgrube Sauschwart, dem
   Filzteich, der Fundgrube Wolfgangmaßen
- die Fundgrube St. Anna am Freudenstein nebst Troster Stolln in Zschorlau
- das Blaufarbenwerk Schindlerswerk bei Zschorlau/Albernau
- die Weiße Erden Zeche in Aue, das Auer Hammerherrenhaus und die Wellner-Fabrik
- der Schneeberger Floßgraben
- die Bergbaulandschaft Bad Schlema
- die Bergbaulandschaft Hoher Forst bei Kirchberg

Welterbeantrag


2014 wurde der 1400 Seiten umfassende sächsisch-tschechische Welterbeantrag unter dem Titel „Montane Kulturlandschaft Erzgebirge/Krušnohoří“ in Paris eingereicht. 2015 erfolgte durch eine Expertenkommission die Begutachtung der 85 Bestandteile mit über 500 Objekten vor Ort. Die Auswertung des Internationalen Denkmalrates (ICOMOS – International Council on Monuments and Sites) bescheinigte dem Antrag ein hohes Welterbepotential, regte jedoch die weitere Qualifizierung der Unterlagen an.
Auf Beschluss des Vereins Welterbe Montanregion Erzgebirge e.V. vom 08. April 2016 wurde das Sächsische Staatsministerium des Innern gebeten, in Abstimmung mit dem tschechischen Kulturministerium den Welterbeantrag offiziell zurückzuziehen.
Bis zur erneuten Einreichung soll mit Unterstützung von ICOMOS der Welterbeantrag überarbeitet und präzisiert werden.
Mit der Einreichung am 1. Februar 2018 beim UNESCO-Welterbezentrum in Paris wäre im Jahr 2019 die Titelvergabe möglich.


Aktuelle Infos: http://www.montanregion-erzgebirge.de/

   

 
Erlebnistage „Montane Kulturlandschaft Erzgebirge“ am 04. und 05. Juni 2016 – Auf der Zielgeraden zum UNESCO-Welterbe!

Am ersten Juni-Wochenende finden wieder in zahlreichen Besucherbergwerken, Bergbaulandschaften und bergbauhistorischen Einrichtungen die „Erlebnistage Montane Kulturlandschaft Erzgebirge“ statt.
Mit Sondervorführungen, Wanderungen und vielen anderen Angeboten für Groß und Klein sind Sie herzlich einladen, die Montanregion Erzgebirge auf dem Weg zum UNESCO-Welterbe zu entdecken.
Insgesamt 32 Veranstaltungsorte der Erlebnistage sind Teil der eingereichten UNESCO-Bewerbung.

In diesem Jahr erstreckt sich die bunte Palette von insgesamt 47 Erlebnisangeboten von Berggießhübel und Altenberg im Osten bis nach Eibenstock und Kirchberg im Westen des Erzgebirges.
Übertage können erhaltene Erzwäschen, Hammerwerke, Sakralbauten und andere historische Anlagen besichtigt werden. Die Untertage-Fans kommen z.B. bei Sonderführungen in Besucherbergwerken und „Welterbe-Touren“ auf ihre Kosten.
Alle Wanderfreunde sind zu bergbauthematischen Wanderungen in ehemalige Bergbaureviere und Bergbaulandschaften oder gemeinsam mit der Familie entlang verschiedener Bergbaulehrpfade eingeladen.
Auch auf der tschechischen Seite des Erzgebirges locken Besucherbergwerke mit untertägigen Führungen.

Alle 47 Erlebnistags-Angebote werden in der kostenfreien Übersichtskarte „Bergbau & Kulturschätze“, die anlässlich der Erlebnistage neu aufgelegt wurde, vorgestellt. Diese Karte erhalten Sie in ab Mitte April in Ihrer nächsten Tourist Information sowie ab sofort beim Tourismusverband Erzgebirge e.V. (Tel. 03733/1880088, www.erzgebirge-tourismus.de).

Info: http://www.erzgebirge-tourismus.de/bergbau-kultur/erlebnistage-montane-kulturlandschaft/


   
 
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